Umgang mit aggressivem Verhalten 0- bis 3-Jähriger in der Kita

Wie können Erzieherinnen und Erzieher mit Aggressionen bei Kleinkindern umgehen? Ein Interview mit Irmgard Kollmann

Ein Kleinkind zieht ein anderes Kind an den Haaren oder zerstört dessen Bauklotzturm: Erzieherinnen und Erzieher sind jeden Tag mit solchen Szenen aggressiven Verhaltens konfrontiert. Wie können die betreuenden Personen herausfinden, welche Ursachen das aggressive Verhalten besonders bei Kindern unter drei Jahren hat? Und wie können sie angemessen darauf reagieren?

Einige Fragen an Irmgard Kollmann anlässlich des Erscheinens ihres Buches Hauen, beißen, sich vertragen. Umgang mit aggressivem Verhalten 0- bis 3-Jähriger in der Kita (Cornelsen).

In Ihrem Buch gehen Sie davon aus, dass Kinder, die jünger als drei Jahre alt sind, häufig aggressives Verhalten zeigen, selten aber wirklich aggressiv sind. Wo ziehen Sie die Trennlinie und können Sie Beispiele nennen?

Irmgard Kollmann: „Kinder unter drei Jahren zeigen tatsächlich häufig ein Verhalten, das aggressiv aussieht. Am liebsten würde ich immer von „aggressiv aussehendem Verhalten“ sprechen. Denn meiner Meinung nach kann man von Aggression nur dann sprechen, wenn man eine Person – in welcher Form auch immer – schädigen will. Und das wollen kleine Kinder selten. Um bei Ihren Beispielen zu bleiben: den Turm aus Bauklötzen umzuwerfen, macht einen schönes polterndes Geräusch. Und dann folgen Rufe oder Geschrei der anderen. Welche Wirkung! Und wie fühlen sich Haare an? Die will ich zu mir heranziehen und weiter untersuchen. Die angebliche Aggression ist also oft Neugier, Forscherdrang oder auch Ungeübtheit, zum Beispiel „Lass los!“ zu verstehen.“

Lesen Sie die Fortsetzung des Interviews unter www.cornelsen.de/presse.

Quelle: Pressemitteilung Cornelsen, 07.05.13

 

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