Juckende Haut / Kopfhaut

Ursache:

1. Blutsaugende Parasiten

Läuse (Pedikulosis):

  • übertragen durch menschlichen Kontakt (Haare). Typische juckende Bissstellen (Knötchen) im Bereich des Nackenhaaransatzes und im Schläfenbereich. An den Haaransätzen stecknadelkopfgroße, fest haftende Eier (Nissen)

Flöhe:

  • bevorzugen tierische Wirte, Mensch „Verlegenheitslösung“; Bissstellen als kleine, stark juckende Flecken oder Knötchen mit winziger, zentraler Einblutung, Anordnung häufig in Gruppen oder Reihen („Straßen“). Flöhe können über längere Zeiträume ohne Nahrung auskommen und in Vorhängen, Teppichen etc. überdauern.

Mücken:

  • Saugstellen bei Säuglingen in der Regel kleine Fleckchen; erst mit Älterwerden Auftreten einer allergischen Reaktion gegen Mückenspeicheltoxin, Bildung stark juckender Knötchen, unter Umständen Bläschen. Häufige Verwechslung mit Windpocken

Zecken:

  • graben sich in allen Entwicklungsstadien (Larven, Nymphen, erwachsen) in die menschliche Haut ein, wenn sie von Gräsern, Gebüschen etc. abgestreift werden. Können durch eigene Toxine Symptome auslösen (in Deutschland bestehende Arten nicht) oder als Überträger Krankheiten auslösen (Viren: FrühSommerMeningoEncephalitis = FSME; Spirochäten: Borreliose)

Krätzmilbe (Scabies)

  • Die etwa 0,4 mm große Krätzmilbe gräbt sich in die Hornschicht der Haut ein und bewirkt das Auftreten von stark juckenden Knötchen, Bläschen und Pusteln (Krätze), die durch ein (mit dem bloßen Auge nicht erkennbares) Gangsystem miteinander verbunden sind. Rasche Ausdehnung, ähnelt im Aussehen einer aufgekratzten Neurodermitis. Aufgrund der starken Ansteckungsgefahr ist bei Krätzeverdacht eine rasche Vorstellung beim Kinder- und Jugendarzt angeraten.

2. Allergischer Hautausschlag

Symptome:

Urticaria:

  • typischerweise plötzliches Auftreten von stark juckenden, etwas erhabenen, geröteten Flecken unterschiedlicher Größe mit starker Wanderungstendenz; unbehandelt in der Regel spontanes Verschwinden innerhalb von 2 Tagen.

Atopische Dermatitis:

  • genetisch bedingte, interindividuell stark variable Hautreaktion auf unterschiedliche Auslöser (Infekte; Nahrungsmittel; Kontakt) in altersabhängiger Körperverteilung. Hautreaktion reicht dabei von einzelnen trocken/schuppigen Arealen bis hin zu stark juckenden, große Teile der Haut betreffenden geröteten, aufgekratzten und häufig bakteriell überinfizierten Arealen (Neurodermitis). Unabhängig von der Behandlung bei den meisten betroffenen Kindern Tendenz zur Besserung ab dem 5. Lebensjahr. Kinder mit atopischer Dermatitis leiden häufig auch unter Asthma bronchiale (Atopie-Syndrom).

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