Ursache

Humanes Parvovirus (HPV) 19

Inkubationszeit

4 – 14 (maximal 21) Tage

Symptome und Verlauf

Meistens Symptome eines grippalen Infektes, typischer Ausschlag nur bei 15 – 20 Prozent aller Infizierten.

Prodromalstadium (Vorstadium) von zwei bis drei Tagen Dauer mit Fieber, Abgeschlagenheit, Muskel- und Kopfschmerzen (gleichzeitig hohe Ansteckungsfähigkeit), dann etwa einwöchige Beschwerdefreiheit, danach bei einigen Kindern Ausschlag: Flecken auf Wangen und Oberarmen, Schultern, Gesäß, Oberschenkeln, manchmal flächenhafte, intensive Rötungsbezirke (wie nach einer Backpfeife, im englischen Schrifttum slapped cheek), Dauer des Ausschlages mit immer neuen Flecken für Wochen bis Monate möglich.

Selten begleitende Gelenkentzündungen, sehr selten Befall von weiteren Organen.

Therapie

nicht erforderlich, auch nicht möglich.

Ansteckung

Die höchste Ansteckungsfähigkeit besteht in den ersten 4 – 10 Tagen nach der Ansteckung. Zum Zeitpunkt des Auftretens des Ausschlages sind Kinder praktisch nicht mehr ansteckend. Deshalb besteht auch kaum die Möglichkeit eines Schutzes vor Ansteckungen.

Infektion von Schwangeren

Aus oben dargelegten Gründen erscheint ein Schutz von Schwangeren, die noch keine Ringelröteln durchgemacht, also keine eigenen Antikörper haben, kaum möglich. Besteht die Möglichkeit, dass eine Infektion einer Schwangeren stattgefunden hat, ist eine alsbaldige serologische Untersuchung des Immunstatus angezeigt, um festzustellen, ob eine Immunität besteht oder nicht.

Bei etwa 10% der Schwangeren kommt es zu einer Infektion des Feten, was in selteneren Fällen, nicht regelmäßig, zu einer fetalen Anämie (Blutarmut) und zu einem Hydrops (vermehrte Wassereinlagerung) führen kann. Es bestehen dafür Behandlungsmöglichkeiten.

Wichtig ist eine engmaschige Ultraschallkontrolle des Verlaufes, um das Entstehen einer solchen Fetopathie rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.

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