Sichere Essensversorgung in der Kita

Das Immunsystem von Kindern unter 5 Jahren ist noch nicht vollständig ausgebildet. Daher ist bei der Essensversorgung in Kitas und Krippen besondere Sorgfalt gefragt.

Dies gilt auch für andere empfindliche Personengruppen, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit der Abkürzung YOPI (young, old, pregnant, immunosuppressed) beschreibt. Das BfR hat ein Merkblatt veröffentlich, welches Handlungsempfehlungen für Einrichtungen zusammenfasst, die regelmäßig YOPIs verpflegen.

Fehler bei der Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln können für besonders empfindliche Personengruppen schwerwiegende Folgen haben. Lebensmittelbedingte Infektionen, wie Salmonellosen, Listeriosen oder Infektionen mit Magen-Darm-Viren wie dem Norovirus können in ungünstigen Fällen zu schweren gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod führen. Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung tragen daher eine besondere Verantwortung bei der Auswahl und Herstellung von Speisen. Das gilt insbesondere für Kitas, in denen sich die Kinder nur sehr eingeschränkt durch eigenverantwortliche Speisenauswahl vor einer Infektion schützen können.

Zum Schutz vor lebensmittelbedingten Infektionen ist eine Risikoanalyse von zentraler Bedeutung. Dabei wird jeder Prozessschritt – von der Planung des Speisenangebots bis zur Ausgabe – auf mikrobielle Risiken geprüft.

Das BfR Merkblatt listet die Prozessschritte auf, die bei der Risikoanalyse in diesen Betrieben maßgeblich zu beachten sind und erläutert die wichtigsten Maßnahmen zur Risikominimierung.

Das Merkblatt steht auf der Internetseite des BfR kostenlos zum Download zur Verfügung und kann dort auch über die Warenkorbfunktion bestellt werden.

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